Einschulung

Wann kommen Kinder in Deutschland in die Schule? Die Regel kurz gefasst

Schulpflichtig wird, wer bis zum Stichtag des Bundeslandes sechs Jahre alt wird. Der Stichtag liegt zwischen 30. Juni und 30. September. Was das für dein Kind heißt.

Teki points at a calendar on an easel with one day circled in green

Ob dein Kind in diesem oder im nächsten Sommer in die Schule kommt, hängt in Deutschland von zwei Dingen ab: vom Geburtstag und vom Bundesland. Schule ist Ländersache, aber alle Länder folgen einem gemeinsamen Rahmen der Kultusministerkonferenz (KMK). Hier steht, was er sagt.

Die Grundregel

Nach den Empfehlungen der KMK zum Schulanfang beginnt die Schulpflicht für alle Kinder, die bis zum Stichtag ihres Landes das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Jahres, in der Regel mit dem Unterricht nach den Sommerferien.

Der Stichtag legt jedes Land in seinem Schulgesetz fest. Er soll zwischen dem 30. Juni und dem 30. September liegen. Ein Kind, das im Juli Geburtstag hat, kann deshalb in einem Land schon schulpflichtig sein und im Nachbarland noch nicht. Welcher Stichtag für euch gilt, steht im Schulgesetz eures Landes und auf der Seite eures Kultusministeriums.

Früher in die Schule

Kinder, die erst nach dem Stichtag sechs werden, können auf Antrag der Eltern vorzeitig aufgenommen werden. In begründeten Ausnahmefällen gilt das auch für Kinder, die nach dem 31. Dezember geboren sind. Die Einzelheiten regelt jedes Land selbst.

Ein Jahr später

Eine Zurückstellung vom Schulbesuch ist im Ausnahmefall möglich: wenn zu erwarten ist, dass die Förderung in der Schule für die Entwicklung des Kindes keine günstigeren Voraussetzungen schafft. Die Entscheidung soll möglichst nah am Schuljahresbeginn fallen. Auch hier regelt jedes Land die Einzelheiten.

Schulfähig – was heißt das?

Die KMK betont, dass Schulfähigkeit nicht allein am Kind gemessen wird: Sie liegt im Zusammenspiel der Lernvoraussetzungen des Kindes, der Inhalte und des pädagogischen Konzepts der Schule. Ein reiner Wissenstest reicht als Grundlage für die Entscheidung nicht aus.

Für den Alltag heißt das: Statt auf einzelne Fähigkeiten zu schauen, hilft der Blick aufs Ganze. Kann dein Kind eine Weile bei einer Sache bleiben, sich etwas merken, sagen, was es braucht, und mit anderen Kindern spielen? Das wächst am besten beim Spielen, Bewegen und Reden.

Was ihr bis dahin tun könnt

  • Früh informieren. Die Anmeldung an der Grundschule liegt meist deutlich vor dem Schulstart. Die Schule oder das Schulamt sagt euch den Termin.
  • Mit der Kita sprechen. Die Erzieherinnen und Erzieher kennen dein Kind im Alltag und können gut einschätzen, wo es steht.
  • Spielerisch üben. Zählen beim Tischdecken, Reime beim Zähneputzen, Geschichten vor dem Schlafen – ein paar Minuten am Tag reichen.

Teki hilft bei diesen paar Minuten: kurze Spiele zu Zahlen, Aufmerksamkeit, Sprache und Bewegung, viele davon ohne Bildschirm. So funktioniert Teki

Geprüfte Quellen

Quellen

Jede Zahl und jede Empfehlung in diesem Artikel ist am Ende mit ihrer Quelle verlinkt.

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